Ein heißer Tanz erwartet den SV Werder Bremen am morgigen Donnerstag beim Europa-League-Achtelfinal-Hinspiel im spanischen Valencia (Anstoß: 21.05 Uhr). "Sie gehören zu den Top-Ten-Teams in Europa", lässt Per Mertesacker vor dem Aufeinandertreffen mit dem Dritten der spanischen Liga ehrfürchtig verlauten. Trotzdem sind die Bremer nicht ohne Chance: Denn wie man im Estadio Mestalla gewinnen kann, hat die Elf von Thomas Schaaf schon einmal vorgemacht.
Gegen den VfB Stuttgart konnte der SV Werder Bremen am Wochenende ein schon verloren geglaubtes Spiel noch halbwegs erfolgreich beenden: Nach einem 0:2 zur Pause erkämpften sich die Grün-Weißen dank später Tore von Hugo Almeida (75.) und Torsten Frings (81.) doch noch ein 2:2-Unentschieden und sicherten sich so einen Zähler gegen die direkte Konkurrenz um ein Europa-League-Ticket.
Mit Christian Gross kam der Erfolg zurück nach Stuttgart. Als der Schweizer die Schwaben im Winter übernahm, standen zwölf Punkte aus 15 Spielen zu Buche. Mittlerweile sind alle Abstiegssorgen verflogen. Die Bilanz von sieben Siegen in neun Partien zeigt eindrucksvoll auf, wie gut die Arbeit von Gross beim VfB fruchtet. Am Samstag (Anstoß im Weser-Stadion um 15.30 Uhr) will Thomas Schaaf mit seinen Jungs gegen den Mitkonkurrenten aus Stuttgart trotzdem drei wichtige Punkte im Kampf um die internationalen Plätze einfahren.
Durch Treffer von Tim Borowski (31.) und Sebastian Prödl (50.) besiegte das Team von Trainer Thomas Schaaf am Samstag vor 20.300 Zuschauern den gastgebenden FSV Mainz 05 mit 2:1 (1:1). Für die Hausherren, die in der 45. Spielminute den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Bancé erzielten, war das die erste Heimniederlage seit dem 13. April 2009 (damals ein 1:2 gegen Freiburg), was Thomas Schaaf nach der Partie sichtlich freute: "Wir sind froh, dass wir die drei Punkte mit nach Bremen nehmen."